Unser Restaurant IDA war wohl (wiederum) das wichtigste Thema des Jahres. Seit dem Konkurs der früheren Betreiber stand das Ganze zwei Jahre still. Anfangs 2017 realisierten mehrere Gruppen um „Vision IDA“ eine Giesserei-eigene Lösung: Donnerstag Mittagstisch, Freitagmorgen Lesecafé, Freitagabend IDA-Beiz, Samstag Morgen-Café, Sonntag Kaffee & Kuchen. Da war viel Eifer, viel Engagement, auch ordentlich Erfolg. Dennoch waren am Ende fast alle froh, als sich ein Pächter für die IDA meldete: Am 1. Juni eröffnete Volker Kilgour die neue IDA. Jetzt haben wir wieder ein Restaurant; immer mehr kommen auch auswärtige Gäste.


Zwei Dauerthemen: In einem langwierigen Prozess suchen wir die ideale Lösung für die Frage, wie wir eigene Arbeit gerecht auf die Bewohner verteilen, z. B. auf die Generationen. Auch das Thema Selbstverwaltung beschäftigt uns weiter. Wir lernen aus Erfahrungen, und dieses Lernen wird noch lange anhalten. Definitive Lösungen gibt es hier nicht.


Dank Hamper von Niederhäusern und anderen plätschert seit August im Hof unser Brunnen, und im September wurde unsere Pergola eingeweiht, die auf die Initiative von Ursula Balzli und Myrtha Frei zurückgeht und ebenfalls von Hamper von Niederhäusern und seinen Mitarbeitern errichtet wurde. Wir fühlen uns fast auf dem Lande.


Anfangs Jahr haben wir das bisherige Infodesk an die Lebensgemeinschaft Chupferhammer übergeben; unser Druck-Dienstleistungszentrum besteht am selben Ort weiter – ein Beispiel für gute Zusammenarbeit.


Unsere Führungen für auswärtige Interessierte (ergo das Interesse an der Giesserei) haben nach mehr als 4 Jahren nicht etwa ab-, sondern zugenommen.

(in Arbeit)

Im Jahr 2016 hat die Ida, unser Wunschrestaurant, eine prominente Rolle gespielt. Seit Anfang 2015 war sie ja geschlossen, und die Suche nach neuen Pächtern hat lange Zeit kein Ergebnis gebracht; nun hat sich unter dem Namen „Vision Ida“ eine Initiativgruppe zusammengetan und nach Wegen gesucht, wie die Ida als Begegnungszentrum wiederbelebt werden kann. In monatelanger Arbeit haben sich ein paar vielversprechende Projekte herausgeschält, die 2017 in die Realisation gehen werden: Der Hausverein übernimmt per Januar 2017 die Räume der Ida, und ein Betreiberverein, aufgeteilt in mehrere IGs, kümmert sich um den Betrieb.

Am 24. Oktober 2016 geht der erste Augen-Blick on-line – mit der Ankündigung: „Er soll an dieser Stelle jede Woche etwas Kleines für einen Augen-Blick in den Fokus rücken, Blumen im wörtlichen und im übertragenen Sinn, gut sichtbare und verborgene, auch mal Disteln – das sind auch Blumen. Und es sollen dabei ganz unterschiedliche Augen ihre Blicke werfen können, in Worten oder in Bildern.“ Betreut wird er von Franziska von Grünigen und Kurt Schwob – schreiben können ihn alle, die das wollen.

Kulturell hat sich vieles getan: In erster Linie zu nennen ist das zarte kuk!-Pflänzchen zu melden, der Verein Kunst und Kultur, der sich auf Initiative von Hans Suter gebildet hat; er hat übers Jahr verteilt mehrere Ausstellungen durchgeführt. Schon eine gewisse Tradition hatten das A-cappella-Festival und die Open-doors-Kunstausstellung im September.

Vom März bis August und wiederum vom August bis ins neue Jahr hinein hat die Giesserei einer Gruppe von internen und externen Deutschlernenden Räume zur Verfügung gestellt, damit 7 bzw. 8 Asylsuchende Deutsch lernen konnten.

Das Sommerfest im Juli war dieses Jahr vom Wetter nicht allzu sehr begünstigt, aber vor allem fiel es mit dem EM-Viertelfinale Deutschland-Italien zusammen. Da war es dann, bei aller Festfreude, schwer zu sagen, welcher Anlass welchen konkurrenzierte. – Freude machte eine wunderbar filigrane Kuppel aus Bambus (von vielen hartnäckig Dome oder gar Dom genannt, es war aber nichts Kirchliches dran). Anschliessend entstand an gleicher Stelle eine Pergola zum Anschauen – sie soll 2017 definitiv werden. Ferner wurde das langersehnte Projekt Brunnen aus Holz von Hamper von Niederhäusern für den Innenhof bewilligt, ebenfalls zur Ausführung 2017.

Im Vorstand des Hausvereins tat sich Bedeutsames: Hans Suter, der geistige Vater des Mehr-Generationen-Hauses, trat zurück, ebenso Paul Wirz, ein anderer Pionier der Siedlung. Das Präsidium wird weiterhin als Co-Präsidium geführt, von Martin Jäger und, anstelle des zurückgetretenen Tobias Herzog, neu von Isidor Riedweg.

Ein wenig Statistik: Während im ersten Jahr nur gerade zwei Wohnungen durch Wegzug wieder leer (und dann neu vermietet) wurden, gab es 2014 9 Wohnungswechsel, 2015 deren 10, und im Berichtsjahr 19, davon 5 intern. Auch hier nähert sich die Giesserei also dem Normalzustand einer Siedlung.

Vollmondsuppe am 14. November: Der Vollmond war an diesem Abend optisch rund 14 Prozent grösser als normal – allerdings hat die Hochnebeldecke eine Überprüfung verhindert. Die Vollmondsuppe in der Pantoffelbar, zubereitet durch Dorothea Achermann, Rose Zumsteg und Isabelle Sorbé, schmeckte ausgezeichnet. Die Pantoffelbar war allerdings dem Andrang der Suppenbegierigen nur knapp gewachsen.

 

 

Dezember

Am 14. Dezember erhalten wir die Nachricht, dass die Brühlgut-Stiftung sich aus dem Projekt der IDA-Nachfolge zurückzieht. Grund sind grosse Zweifel daran, dass die zur Finanzierung benötigten 50 Mittagessen verkauft werden könnten. - Damit beginnt die Suche nach einer Zukunft der IDA von Neuem.

  • Dezember: Restaurant IDA
    Am 20. Dezember schliesst das Restaurant IDA die Türen. An ausserordentlichen Genossenschaftsversammlungen vom 17. November und vom 15. Dezember hat sich gezeigt, dass der Betrieb aus finanziellen und personellen Gründen nicht aufrechtzuerhalten ist, und die anwesenden Genossenschafter beschliessen (am 15.12.) mit Zwei-Drittels-Mehrheit (bei 12 Enthaltungen), den Betrieb einzustellen und im Januar über das weitere Vorgehen zu befinden. Eine stark besuchte Uustrinkete bildet den (vorläufigen) Schlusspunkt.

KL0010-700    KL0006-700    KL0012-700    KL0003-700

  • Der Schweizerische Ingenieur- und Architektenverein SIA hat am 3. Dezember, u. a., die Giesserei mit dem Preis «Umsicht 2013» ausgezeichnet. Der Festakt fand im vollbesetzten Auditorium Maximum der ETH Zürich in Anwesenheit von 430 geladenen Gästen aus Planung, Politik, Wirtschaft, Kultur und Verwaltung statt. «Umsicht» ist die wichtigste Schweizer Nachhaltigkeitsauszeichnung für Projekte, die sich exemplarisch für die zukunftsfähige Gestaltung des Lebensraums einsetzen.

  • Mit Schreiben vom 6. Dezember 2012 teilt uns die Age-Stiftung mit, dass der Stiftungsrat am 27. November 2012 unser Gesuch um einen Förderbeitrag über CHF 400 000 bewilligt hat. Die Realisierung zweier weiterer wichtiger Projektteile der Giesserei wird dadurch möglich - die Pflegewohngruppe und das Bio-Restaurant!

  • Im November eröffnet das Baurestaurant Mabuhay. Und der Holzbau wächst in rasantem Tempo. Jeweils am ersten Samstag im Monat finden Baustellenführungen statt, die auf grosses Interesse stossen. Über die Hälfte der Wohnungen ist bereits jetzt vermietet.
    KL0019-700    KL0018-700    KL0017-700    KL0016-700

  • Am 16.09.2009 stellt der GESEWO-Vorstand der ausserordentlichen Generalversammlung den Antrag, das Mehrgenerationenhaus gemäss dem Projekt «E la nave va» zu realisieren. Zustimmung: 116 zu 1 Stimme bei 13 Enthaltungen.

  • Am 5.11.2008 wählt die Wettbewerbsjury aus den 63 Bewerbungen 12 präqualifizierte Architekturbüros für den Wettbewerb aus.

  • Am 30.11.2007 dürfen wir den 2. Preis der Heinrich & Erna Walder Stiftung entgegennehmen. Neben dem Preisgeld von 25 000 Franken ist für uns das Renommee, das der Preis mit sich bringt, noch wichtiger. Wir hoffen, dass diese Auszeichnung uns hilft, in Winterthur Türen zu öffnen. Wir bekommen viel positives Echo in der Presse, was uns weitere Mitglieder einbringt.

  • Am 7.7.2006 wird der Verein Mehrgenerationenhaus von 24 Gründungsmitgliedern gegründet. Die Landsuche erweist sich als sehr schwierig: Die Grundstücke sind entweder zu klein, zu teuer oder zu weit ausserhalb von Winterthur.